Fibromyalgie ist eine chronische, komplexe Erkrankung, die durch diffuse muskuloskelettale Schmerzen und Überempfindlichkeit gegenüber Schmerzen gekennzeichnet ist und häufig mit anhaltenden systemischen Symptomen einhergeht.

Was ist Fibromyalgie?

Es handelt sich um eine Störung der zentralen Schmerzverarbeitung, bei der das zentrale Nervensystem die Schmerzsignale verstärkt. Es ist keine entzündliche Gelenkerkrankung und verursacht keine sichtbaren Läsionen bei den üblichen Untersuchungen.

Die globale Prävalenz wird auf 2–4 % der Bevölkerung geschätzt. Betroffen sind vor allem Frauen (ca. 80–90 % der Fälle), am häufigsten im Alter zwischen 30 und 55 Jahren, aber auch Männer und Jugendliche können daran erkranken.

Häufige Symptome bei Fibromyalgie

  • Diffuse Muskel-Skelett-Schmerzen
  • Anhaltende Müdigkeit ohne erkennbare Ursache
  • Schlafstörungen (unruhiger Schlaf)
  • „Fibro fog” – geistige Trägheit, Konzentrationsschwierigkeiten, schlechtes Gedächtnis
  • Angstzustände, Depressionen, Reizbarkeit
  • Verdauungsstörungen (Reizdarm), Migräne
  • Funktionsstörungen des autonomen Nervensystems

Die Blutwerte sind oft normal, da der Hauptmechanismus neurologischer und nicht peripher entzündlicher Natur ist.


Naturheilkundliches Protokoll zur Unterstützung bei Fibromyalgie

Zusätzlich zur vom Facharzt empfohlenen medizinischen Behandlung können die folgenden ergänzenden Maßnahmen in Betracht gezogen werden.

1. Intermittierender Beitrag

  • Maximal 3 Mahlzeiten pro Tag
  • Maximal 8 Stunden Essensfenster
  • Reduzierung von Entzündungen im Stoffwechsel und Verbesserung der Insulinsensitivität

2. Kohlenhydratarme Ernährung

  • Vermeidung von Zucker und raffinierten Kohlenhydraten (z. B. Weißmehl)
  • Reduzierung von Blutzuckerschwankungen, die Müdigkeit und Entzündungen verstärken können

Monat 1 - Grundlage der Behandlung

  • Vitamin D3 + K2 + Magnesiumbisglycinat – 2 Kapseln/Tag
    • Zielwert: 60–100 ng/ml 25(OH)D
    • Unterstützt die Muskelfunktion und die Neuromodulation von Schmerzen
  • Liposomales Omega-3 – 2 Kapseln/Tag
    • Entzündungshemmende und neuroprotektive Wirkung

Monat 2 – Reduzierung von Entzündungen und oxidativem Stress

  • Liposomales Curcumin – 2 Kapseln/Tag
    • Reduziert leichte Entzündungen und chronische Schmerzen
  • Coenzym Q10 – 100 mg morgens + 100 mg mittags
    • Verbessert die Zellenergie und reduziert Müdigkeit
  • Liposomale Alpha-Liponsäure – 1 Kapsel/Tag
    • Schützt die Nerven und kann neuropathische Schmerzen lindern

Monat 3 – Stabilisierung und Anpassung

  • Ashwagandha (standardisierter Extrakt) - 500 mg am Abend
    • Reduziert Cortisol und verbessert den Schlaf
  • Melatonin – 1–3 mg vor dem Schlafengehen (wenn der Schlaf weiterhin unterbrochen ist)
  • Passionsblume / Baldrian – Tee oder Extrakt vor dem Schlafengehen

Nach 3 Monaten – Unterstützung des Immunsystems und Regeneration

  • AHCC – 1–3 g/Tag, morgens auf nüchternen Magen
    • Modulation des Immunsystems und Verringerung systemischer Entzündungen
  • Probiotikum – 1 Kapsel/Tag
    • Unterstützt die Darm-Hirn-Achse und kann die Schmerzintensität verringern

Häufig gestellte Fragen zu Fibromyalgie

Ist Fibromyalgie eine Autoimmunerkrankung?

Es wird nicht als klassische Autoimmunerkrankung angesehen. Es handelt sich um eine Störung der Schmerzverarbeitung auf zentraler Ebene.

Ist Fibromyalgie in den Laboruntersuchungen erkennbar?

In der Regel sind die Laborwerte normal. Die Diagnose wird klinisch gestellt, basierend auf den Symptomen und dem Ausschluss anderer Erkrankungen.

Kann Fibromyalgie geheilt werden?

Es gibt keine universelle Heilmethode. Eine deutliche Linderung der Symptome kann jedoch durch einen ganzheitlichen Ansatz erreicht werden: Lebensstil, Schlaf, Ernährung, Stoffwechselunterstützung und Stressbewältigung.

Hilft Vitamin D bei Fibromyalgie?

Ein Vitamin-D-Mangel kann Schmerzen und Müdigkeit verstärken. Eine Korrektur des Serumspiegels kann zur Linderung der Symptome beitragen.

Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Darm und Fibromyalgie?

Ja. Darmdysbiose und leichte Entzündungen können die Schmerzwahrnehmung über die Darm-Hirn-Achse beeinflussen.


Hinweis: Die oben genannten Empfehlungen ersetzen nicht die ärztliche Beratung und die vom Facharzt verschriebene Behandlung.

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